Ausrüstung

Das Streben nach neuester Technik ist sehr verführerisch, dennoch ist der technische Anteil am Gelingen eines guten Bildes oft sehr gering. Einem Sternekoch unterstellt man ja auch nicht, dass sein gutes Essen auf besonders hochwertiges Geschirr zurück zu führen ist.

Ehrlich gesagt hinkt der Vergleich ein wenig, denn z.B. bei Objektiven kommt man um ein gewisses Maß an Qualität nicht herum, da zeigt sich schnell wenn zu stark gespart wird.

Entscheidend ist, in welchem Bereich der Fotografie ich mich bewege – Sport, Landschaft, Makro, Menschen, Reportage,… danach richtet sich das Equipment.

Im Zusammenhang mit der Technik beschäftigen sich viele „Fotografen“ sehr gerne mit den unterschiedlichen Herstellermarken. In Zeitschriften und Foren wird oft erbittert um das Für und Wider der einzelnen Marken gekämpft.

Wenn ich weiß in welche fotografische Richtung ich gehe und Was ich fotografieren will, so prüfe ich einmal ob meine ausgewählte Marke das dazu benötigte Equipment abdeckt bzw. erfüllt. Natürlich sind davon ausgenommen Stative, Stativköpfe, Schienen, Filter, Aufheller, Fernauslöser,… Auch ich teste immer wieder Objektive, Blitzgeräte und Zubehör von Fremdanbietern.

Ich habe mich für Nikon entschieden, früher im analogen heute im digitalen Bereich. Ein Markenwechsel wäre beim Umstieg am Denkbarsten gewesen. Als ich meine erste digitale Nikon (D70) angeschafft habe (parallel zu meiner F3 & F5) konnte ich die analogen Objektive alle verwenden, das und die Zuverlässigkeit habe ich sehr geschätzt.

Heute arbeite ich mit Vollformatsensor und 3 Gehäusen -> D750 / D810 / D4s, mit Batteriepack.

Warum habe ich mich für Vollformat und nicht für Gehäuse mit Crop-Faktor entschieden? Oft ist es einfach notwendig einen Bildausschnitt zu wählen, da hat das Vollformat entsprechenden Sensorvorteil.

Dazu Objektive mit vergüteten Linsen und hoher Lichtstärke. Welches Objektiv für welchen Einsatz ?

In der Sportfotografie hat man es mit kurzen Verschlusszeiten zu tun und dann ist der Arbeitsbereich in der Halle bei unterschiedlich, schlechten Lichtverhältnissen. Da arbeite ich mit den Zoom-Objektiven, dem Sigma 120-300mm f2,8DG OS HSM Sport, dem Nikon AF-S 70-200mm f2,8G ED VRII, für Siegerbilder, Interview-Portraits und Siegerehrungen entweder mit dem Nikon AF-S 24-70mm f2,8E ED VR oder dem Sigma 85mm f1,4 Art. Im Freigelände kommt zusätzlich noch das Sigma 150-600mm f5-6,3DG OS HSM Sport zum Einsatz.

In der Natur- und Landschaftsfotografie sind meine Lieblingsobjektive das Nikon 14-24mm f2,8G ED und das Sigma 20mm f1,4DG. Im Makrobereich kommt das Sigma 180mm f2,8APO Makro HSM zum Einsatz, im extremen Makrobereich habe ich noch das manuelle Micro-Nikon 55mm f2,8 in Kombination mit dem Balgen PB6.

Ohne Stativ bzw. Einbein geht es oft nicht. Als standfeste Variante in der Naturfotografie verwende ich ein Alustativ Gitzo G224 mit einem Linhof Profi-Kugelkopf II, der bis 10kg belastbar ist. Am Einbein ist ein Sirui-Neigekopf L10 angebracht, damit ist man sehr schnell bei der Neigungsveränderung ohne einer Wirbelsäulenverrenkung.

Im Filterbereich, speziell für Landschafts- & Naturaufnahmen, wird das Marktangebot schon sehr dünn. Die neuen Konstruktionen der Weitwinkelobjektive lassen auf Grund der vorstehenden Frontlinse keinen Einschraubring mehr zu. Die qualitativ hochwertigsten Filter dafür sind Lee-Filter, sogenannte Einschubfilter in Filterhaltern, direkt am Objektiv montiert.

Wenn ich schon mal blitze, dann mit dem Nikon SB800, die Leitzahl ist ausreichend, gelegentlich kommen zwei weitere SB800 über den Hähnel Funkauslöser zum Einsatz.

Bei Veranstaltungen wo mehrere Fotografen eine Zweitkamera über Funk auslösen, habe ich beste Erfahrungen mit dem Pocket Wizard System gemacht, nicht ganz billig aber auf Grund der einstellbaren Kanäle ist die Wahrscheinlichkeit gleich Null, dass ein Fotokollege auch auf der gleichen Frequenz arbeitet und meine Kamera ständig mit auslöst.

Transportiert wird die Ausrüstung entweder in einem Lowepro Fotorucksack oder einem Lowepro Trolly der AW-Serie.

Kabel, Schutzhüllen, u.s.w. erwähne ich nicht extra.

Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung.